Totalsanierung eines Reihen-Mehrfamilienhauses von 1932 im Berner Holligenquartier. Die Liegenschaft umfasst acht 2-Zimmer-Wohnungen und ein neu ausgebautes Dachgeschoss.
Das Mehrfamilienhaus ist Teil einer formal von der Moderne beeinflussten Mehrfamilienhauszeile. Diese bildete ursprünglich den Abschluss der Bebauung zu einem grossen Schrebergartengelände, auf dem vor einigen Jahren mit der Überbauung Hubergasse und dem Stadtteilpark Holligen ein neuer Akzent im Quartier gesetzt wurde. Im Innern wurde die in den 1980er-Jahren letztmals sanierte Liegenschaft weitgehend auf den Rohbau zurückgeführt. Im Bereich Entrée, Küche und Bad wurde eine Grundrissoptimierung vorgenommen; die beiden annähernd gleich grossen Zimmer blieben erhalten. Im Dachgeschoss wurden der ehemaligen Estrichraum zu einer grosszügigen 2.5-Zimmer-Wohnung mit zum Wohn- und Essbereich offener Küche und einem abgetrennten Schlafzimmer ausgebaut. Der bestehende Balkonturm wurde bis ins DG erweitert. Der nach Süden ausgerichtete Wohnbereich mit dem vorgelagerten Balkon bietet nun eine spektakuläre Aussicht bis zu den Alpen. Das Farb- und Materialisierungskonzept in den Wohnungen und im Treppenhaus wurde in Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft erarbeitet. Eine mineralischen Fassadendämmung ertüchtigt neu die Gebäudehülle. Die Fenstergewände mussten wegen der Mehrtiefe ersetzt werden, die Fenster wurden ebenfalls ausgewechselt (Holz, 3-fach IV). Alle HLS- und Elektroinstallationen mussten umfassend erneuert werden. Die Liegenschaft wurde an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen. Ein kleiner, neu gestalteter Naturgarten mit einheimischen Pflanzen und einem Sitzplatz lädt zum Verweilen im Freien ein.